Rembrandt Harmensz van Rijn (1606–1669) bietet in seinen Druckgrafiken vielfältige Einblicke in die Themenwelten, die ihn faszinierten. Nachdem sich der holländische Künstler das Radieren auf der Kupferplatte beigebracht hatte, nutzte er dieses Medium, um sich in verschiedenen Kompositionen und Stilmitteln auszuprobieren. Diese Vielfalt zeigt sich in fast 300 sehr verschiedenen Selbstbildnissen, Studien, Landschaften und auch biblischen Szenen. Die Erzählung der Weihnachtsgeschichte nach Lukas hat einen besonderen Reiz auf Rembrandt ausgeübt. Mit Hingabe und erstaunlicher Offenheit greift er die kulturellen und religiösen Debatten seiner Zeit künstlerisch auf und lädt auch uns zum Dialog ein.
Ausgestellt werden 33 Motive, die ein wichtiger Teil des grafischen Bestands der Göttinger Kunstsammlung sind. Diese Werke, die als großformatige Reprints der Originalgrafiken gezeigt werden, eröffnen den Betrachtenden einen neuen Blick auf die Meisterwerke Rembrandts. Es geht hier nicht nur um die Vergrößerung klassischer Motive, sondern vielmehr um das faszinierende Spiel von Licht und Dunkel, Schattierungen und Texturen und einer tiefergehenden künstlerischen Auseinandersetzung damit.



